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Philippinischer Bischof verbietet Taubenquälerei bei Osterritual

Bei Salubong-Feiern wird auf den katholischen Philippinen die Begegnung Jesu mit seiner Mutter Maria nach der Auferstehung nachgestellt. Für ein grausames Ritual kam jetzt das Ende.

Ein bizarres Tauben-Ritual hat auf den Philippinen zu Ostern für Ärger gesorgt. Kardinal Pablo Virgilio David, Bischof von Kalookan, untersagte für die Zukunft die Zeremonie mit dem gefesselten Vogel wegen Tierquälerei, wie das Bistum am Mittwoch mitteilte. Die Diözese und die beteiligte Pfarrei der Unbefleckten Empfängnis in Malabon City entschuldigten sich.

Bei der sogenannten Salubong-Feier in Malabon City wurde bisher einer weißen Taube mit einem Stock die Flügel gespreizt und an einem Bündel bunter Ballons befestigt. Die Krallen des Vogels wurden außerdem mit einem schwarzen Tuch verbunden, das eine Statue der Jungfrau Maria bedeckte. Während der Zeremonie ließ man die mit Helium gefüllten Ballons dann mit der gefesselten Taube steigen, sodass das Tuch von der Madonnenskulptur weggezogen wurde.

Salubong bedeutet "Begegnung" in der philippinischen Sprache Tagalog. Die gleichnamige Feier bezieht sich auf die Begegnung Jesu mit seiner Mutter nach seiner Auferstehung zu Ostern.

In einer separaten Erklärung bedauerte laut der amtlichen Nachrichtenagentur PNA der zuständige Priester Mariano Bartolome das Geschehen. Als Rektor und Pfarrer des Diözesanheiligtums der Unbefleckten Empfängnis bitte er aufrichtig um Entschuldigung, so der Geistliche.