Umfrage: Jeder Dritte fürchtet im Job die Konkurrenz von KI
Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt - und verunsichert viele Beschäftigte. Einer Umfrage zufolge sieht sich jeder Dritte durch KI ersetzbar. Zugleich fehlen in vielen Betrieben klare Regeln und Vorbereitung.
Berlin (KNA) Mit der zunehmenden Verbreitung Künstlicher Intelligenz (KI) wächst bei vielen Beschäftigten die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz. Einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag des Tüv-Verbands zufolge hält ein Drittel (33 Prozent) der Erwerbstätigen die eigene Tätigkeit für ganz oder teilweise ersetzbar durch generative KI.
Zwar rechnet die Mehrheit (65 Prozent) nicht mit einem vollständigen Jobverlust. Dennoch erwarten viele spürbare Veränderungen im Arbeitsalltag durch Automatisierung und KI-Unterstützung - bei gleichzeitig steigenden Anforderungen.
"Das zeigt, dass die Auswirkungen von KI im Job sehr unterschiedlich wahrgenommen werden", sagt Joachim Bühler, Geschäftsführer des Tüv-Verbands. "Wie stark sich Beschäftigte durch KI bedroht sehen, hängt vom jeweiligen Tätigkeitsfeld, den konkreten Aufgaben und dem beruflichen Umfeld ab."
Eine wachsende Bedeutung der Technologie verstärkt laut Tüv die Verunsicherung: 60 Prozent erwarten, dass KI in fünf Jahren eine große Rolle im Beruf spielt. Gleichzeitig fehlt es häufig an Orientierung. Nur 32 Prozent berichten von klaren Regeln im Betrieb, mehr als die Hälfte arbeitet ohne Vorgaben. Entsprechend gering ist die Vorbereitung: Nur 38 Prozent der KI-Nutzer haben sich weitergebildet.
Grundlage ist eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Tüv-Verbands unter 1.005 Personen ab 16 Jahren, darunter 587 Erwerbstätige.
