Papst prangert Gleichgültigkeit an: Nicht mit Bösem abfinden
Der österliche Papstsegen "Urbi et orbi" zählt zu den bekanntesten katholischen Ritualen. Für Papst Franziskus war es 2025 der letzte öffentliche Auftritt. Nun spendete ihn sein Nachfolger Leo XIV.
Vatikanstadt (KNA) In seiner Osterbotschaft hat Papst Leo XIV. zu einem Ende der Gleichgültigkeit aufgerufen. "Wir dürfen nicht länger gleichgültig bleiben! Und wir dürfen uns nicht mit dem Bösen abfinden!", sagte Leo XIV. in seiner Ansprache zum Segen "Urbi et orbi" von der Mittelloggia des Petersdoms.
Das Oberhaupt von 1,4 Milliarden Katholiken beklagte eine zunehmende Abstumpfung gegenüber der überall herrschenden Gewalt. Er prangerte die Gleichgültigkeit an, angesichts des Todes Tausender Menschen, von Hass, Spaltung und den daraus folgenden Konflikten. Leo XIV. zitierte seinen Vorgänger Franziskus (2013-2025), der von einer ausgeprägten "Globalisierung der Gleichgültigkeit" sprach.
Leo XIV. appellierte: "Wer Waffen in der Hand hält, lege sie nieder! Wer die Macht hat, Kriege zu beginnen, entscheide sich für den Frieden! Nicht für einen Frieden, der mit Gewalt erzwungen wird, sondern durch Dialog!" Die Menschheit rief er dazu auf, angesichts des Osterfestes alle Streitlust, jeden Wunsch nach Dominanz und Macht hinter sich zu lassen. "Bitten wir den Herrn, er möge der Welt seinen Frieden schenken."
Anschließend grüßte er die Gläubigen in aller Welt auf zehn Sprachen, darunter auch Deutsch: "Frohe Ostern! Bringt allen die Freude des auferstandenen Jesus, der unter uns gegenwärtig ist."
