Osterpostamt beantwortet 50.000 Briefe an Hanni Hase
Rund 50.000 Kinder haben an Hanni Hase in Ostereistedt geschrieben. Neben Wünschen und Verstecken teilen sie auch Sorgen.
Hamburg/Ostereistedt (KNA) Die Osterpostfiliale im niedersächsischen Ostereistedt hat auch in diesem Jahr viele Briefe von Kindern aus aller Welt erhalten. Maskottchen Hanni Hase und seine Helfer beantworteten in den vergangenen Wochen mehr als 50.000 Zuschriften, wie die Deutsche Post in Hamburg mitteilte. Rund 1.400 Briefe kamen aus dem Ausland - aus mehr als 30 Ländern.
"Besonders viele Kinder sind dankbar für Freunde und Familie und bringen das in ihren Briefen zum Ausdruck", sagte die Leiterin des Osterpost-Teams, Doris Kröger. Neben Wunschzetteln enthielten die Schreiben auch kreative Ideen, etwa Beschreibungen von besonders sicheren Verstecken für Geschenke oder Versprechen, künftig auf den Schnuller zu verzichten. Darüber hinaus sei Hanni Hase Ansprechpartner für Wünsche und Sorgen, zum Beispiel bei familiären Problemen oder angesichts aktueller Konflikte in der Welt.
Kinder konnten vom 23. Februar bis zum Einsendeschluss am 31. März an Hanni Hase in Ostereistedt schreiben. Seit 1982 beantworten Helfer in dem Dorf zwischen Hamburg und Bremen die Post. Ziel ist es, Kindern eine Freude zu machen und sie zum Briefeschreiben zu ermutigen. Im vergangenen Jahr gingen mehr als 75.000 Briefe aus 35 Ländern ein, im Corona-Jahr 2021 sogar rund 120.000.
Laut Kröger hat sich der Inhalt der Briefe in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Während Kinder früher häufig Wunschlisten mit Spielzeug schickten, schrieben heute viele über Familie, Freundschaft oder Sorgen und dächten stärker an andere, sagte sie der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). So werde in jedem zweiten Brief etwa der Wunsch nach Frieden geäußert. "Das hat sich total gewandelt."
