Bischof Wilmer unterstreicht Existenzrecht Israels
Der Iran-Krieg erhitzt die Gemüter weltweit. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hat den Wunsch, dass der Krieg sofort endet. Zugleich betont er: "Israel hat ein Recht auf Existenz."
Köln/Hildesheim (KNA) Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, hat das Existenzrecht Israels unterstrichen. Zugleich formulierte er seine Bitte, dass der Krieg mit dem Iran sofort aufhöre, sagte der Hildesheimer Bischof laut Skript in einem Interview des Deutschlandfunks.
"Zunächst einmal gilt, unser christliches und katholisches Herz ist an der Seite der jüdischen Menschen, erstens. Zweitens, Israel hat ein Recht auf Existenz. Und drittens, unsere Solidarität ist bei allen Menschen, die leiden, die zu Opfern gemacht werden, die Fürchterliches durchmachen", betonte Wilmer. Dieses Leid gebe es auf allen Seiten.
Mit Blick auf den Iran-Krieg sagte der Bischof auf die Frage, ob dieser Präventivkrieg legitim sei, es sei auf jeden Fall legitim, dass sich ein Land verteidige. Dies werde auch in Zukunft legitim sein. "Richtig ist die Überlegung und die Kritik, inwieweit ist die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt."
Der 64-Jährige, der seit 2018 Bischof von Hildesheim ist, war Ende Februar zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Künftig steht er an der Spitze des Bistums Münster. Wilmers Amtseinführung ist für den 21. Juni geplant.
