Prien: Haben bei Social Media lange Zeit nicht hingeschaut
Mitte April will eine Kommission Ergebnisse zu einer möglichen Altersgrenze bei Social Media vorstellen. Zugleich erklärt Ministerin Prien, dass ein Verbot für Kinder und Jugendliche alleine nicht reichen werde.
Berlin (KNA) Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will bei einem möglichen Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche auch die Eltern mit ins Boot holen. In einem Interview des Podcasts von Table.Briefings schlug Prien einen Kodex für Mütter und Väter vor. "Ohne die Eltern, die auch bereit sind, sich in Konflikte über diese Fragen mit ihren Kindern zu begeben, wird es nicht funktionieren."
Zugleich kündigte Prien eine umfassende Gesetzgebung an. Eine entsprechende Kommission werde ihre Ergebnisse Mitte April vorstellen. Derzeit seien die Instrumente der EU gegen die Tech-Plattformen oft unwirksam. "Deshalb müssen wir zusätzliche Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz einführen, möglichst gemeinsam auf europäischer Ebene, aber wenn das nicht funktioniert, auch auf nationaler Ebene", erklärte Prien.
Mit Präventionsmaßnahmen und Aufklärung müsse man schon in der Kinderarztpraxis sehr früh beginnen, sagte die CDU-Politikerin. "Bis zum Alter von drei Jahren haben etwa Handys oder iPads nichts zu suchen im Kinderwagen oder im Kinderzimmer."
