Erneut Rekordwert bei Feldhasen-Sichtung
Gute Nachricht für alle Fans des Osterhasen: Immer mehr Langohren hoppeln über die deutschen Felder und Wiesen. Ob sie dabei auch Ostereier verstecken, geht aus den Zählungen des Jagdverbands allerdings nicht hervor.
Berlin (KNA) Zum dritten Mal in Folge berichtet der Deutsche Jagdverband von einem neuen Rekordwert beim Bestand von Feldhasen. 2025 lebten demnach 19 Feldhasen pro Quadratkilometer Feld und Wiese in Deutschland. Das seien gut 25 Prozent mehr als vor zwei Jahrzehnten, teilte der Verband am Sonntag in Berlin mit.
Die Zahlen beruhen den Angaben zufolge auf Zählungen im Frühjahr 2025 in über 400 Referenzgebieten. Besonders viele Feldhasen gebe es im nordwestdeutschen Tiefland mit im Schnitt 30 Tieren pro Quadratkilometer.
Der Verband berichtete zugleich von einer neuartigen Krankheit, die 2023 in Deutschland erstmals aufgetreten sei und für viele Tiere tödlich verlaufe: Myxomatose bei Feldhasen sei zuerst in Nordrhein-Westfalen beobachtet worden. 2025 sei das Virus dann auch in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein nachgewiesen worden. Die mittel- und langfristigen Folgen für die Feldhasenbestände seien aber noch nicht abzuschätzen. Bisher sei noch kein Rückgang zu beobachten.
Positiv für den Feldhasen habe sich das Wetter ausgewirkt, so der Verband weiter. Auf einen trockenen und milden Winter 2024/25 sei eines der trockensten Frühjahre seit Messbeginn gefolgt. Davon habe das ursprüngliche Steppentier profitiert. Der Feldhase sei außerdem angewiesen auf strukturreiches Offenland mit Brachen und Blühstreifen. Der Jagdverband empfiehlt eine Mindestbreite für Blühflächen von 20 Metern. Diese sollten möglichst gleichmäßig sein, Waldränder seien weniger gut geeignet.
Nach Angaben des Jagdverbands zählen Jägerinnen und Jäger Feldhasen nachts auf genau festgelegten Strecken mit genormten Scheinwerfern. Die Augen der Hasen reflektierten das Licht arttypisch, eine Unterscheidung von anderen nachtaktiven Tieren wie dem Fuchs sei dadurch leicht möglich. Wissenschaftler werteten die Daten anschließend aus.
Gezählt werde nach Möglichkeit mindestens zweimal - im Frühjahr und im Herbst. Die rund 400 Referenzgebiete seien nach Großlandschaften unterteilt, die sich jeweils in Faktoren wie Geologie, Boden, Klima und Vegetation unterschieden.
