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Meldung

Fachleute: Tierische Geschenke zu Ostern sind oft keine gute Idee

Lieber einen Schokohasen verstecken als einen lebendigen Artgenossen: Dazu rät der Deutsche Tierschutzbund vor dem Osterfest. Die Folgen von leichtfertig verschenkten Lebewesen bekämen Tierheime schon jetzt zu spüren.

Nach Ostern fürchten Tierheime in Deutschland zusätzliche Belastung: vor allem bei Kaninchen, aber auch bei weiteren Kleintieren und Katzen. Die Sprecherin des Deutschen Tierschutzbundes, Lea Schmitz, warnte in der "Rheinischen Post" davor, lebende Tiere als "Osterhasen" zu verschenken. "Kleine Heimtiere sind anspruchsvoll und ihre Haltung muss gut überlegt sein."

Die Anschaffung eines Tieres dürfe nicht leichtfertig erfolgen, fügte die Expertin hinzu. Vielmehr sei es entscheidend, sich vorab umfassend über Bedürfnisse und artgerechte Haltung zu informieren. Viele Tierheime arbeiteten schon jetzt "am Rande ihrer Belastungsgrenze". Erfahrungsgemäß steige die Nachfrage nach Kleintieren rund um das Osterfest an, das in diesem Jahr am 5./6. April gefeiert wird.

Im Frühjahr steige zudem der Anteil an jungen Kätzchen dramatisch. Der Großteil der während dieser "Kätzchenschwemme" aufgenommenen Tiere stamme von Straßenkatzen. "Viele der im Frühjahr geborenen Kitten versterben elendig, ohne rechtzeitig von Menschen gefunden und im Tierheim aufgepäppelt zu werden", warnte Schmitz. Der Tierschutzbund fordert eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen aus Privathaushalten.