CDU-Politiker Haseloff beklagt sinkenden Einfluss des Christentums
Christliche Themen sind nach Ansicht des ehemaligen Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, kaum noch gefragt. Nur wichtige politische Entscheidungsträger könnten das ändern.
Berlin (KNA) Nach den Worten des ehemaligen Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff (CDU), kommen christliche Themen immer seltener in gesellschaftlichen Debatten an. "Die einzige Möglichkeit, noch etwas Christliches in die Gesellschaft zu tragen, ist über große Entscheidungsträger", sagte er am Freitag in Berlin bei einer Veranstaltung zur Politischen Gestaltungskraft der Religion in der Konrad-Adenauer-Stiftung. Mitveranstalter war das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK).
"Das Bekenntnis der politischen Eliten ist entscheidend dafür, ob das Christliche noch relevant ist", sagte er weiter. Die Relevanz von Kirche habe stark abgenommen. Wenn er sich an Talksendungen aus vergangenen Jahrzehnten erinnere, sei damals die Kirche noch gefragt gewesen - das finde man heute nicht mehr.
Dabei berührten viele Debatten auch christliche Themen - wie etwa das Thema Bürgergeld. Ein Grundsatz für alle Arbeitsfähigen sei: Wer nicht arbeite, solle auch nicht essen. "Wenn sich Leute alimentieren lassen, ist das zutiefst unchristlich."
