• Deutschland DEU
  • Soziales
  • Finanzen
Meldung

Spritpreis: Malteser wollen Mehrkosten nicht einfach weitergeben

Soziale Dienste leiden unter den hohen Preisen beim Tanken. Zumindest die Malteser sind derzeit zurückhaltend, die Kostensteigerungen weiterzugeben.

Die hohen Spritpreise belasten auch die sozialen Dienste in Deutschland. Es seien aber keine schnellen Preissteigerungen bei den Angeboten geplant, erklärte der Malteser Hilfsdienst am Freitag in Köln.

"Die aktuell gestiegenen Spritpreise geben wir nicht zwingend weiter", sagte der Pressesprecher der katholischen Hilfsorganisation, Patrick Pöhler, am Freitag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Köln. So seien etwa die Spritpreise oft nicht der größte Faktor des Preises, beispielsweise beim Menüservice "Essen auf Rädern". Dort werde das Essen zwar bis an die Haustür gebracht, der Kern aber seien die Kosten für die Mahlzeit und die Personalkosten.

"Auch für unsere ehrenamtlich getragenen sozialen Angebote, wie beispielsweise den Besuchsdienst haben die jetzigen Preissteigerungen keine Bedeutung."

Etwas anders sieht es laut Pöhler im Fahrdienst in der Behindertenhilfe aus. Hier entstehe der Preis neben den Personal- und Fahrzeugkosten zu einem großen Teil aus den Treibstoffkosten. "Auch hier halten wir Preise so lange stabil, wie es geht. Aber ab einem gewissen Punkt müssen wir die in den Verträgen auf mehrere Jahre vorauskalkulierten durchschnittlichen Preise mit den tatsächlichen Kosten ausbalancieren", sagte der Sprecher.

Preissprünge wie den jetzigen beim Treibstoff könne man nicht vorhersehen, erläuterte er. "Wir verhandeln dann mit den Auftraggebern nach, damit wir das Fahrangebot aufrechterhalten können." Auftraggeber der Linienfahrdienste der Malteser zur Schule oder zum Arbeitsplatz sind laut Sprecher neben staatlichen Stellen vor allem die großen Wohlfahrtsverbände.