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Meldung

Hape Kerkeling über Verhältnis zur Kirche: "Bin gelernter Katholik"

In Hape Kerkelings neuem Kinofilm "Horst Schlämmer sucht das Glück" hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki einen Gastauftritt. Das ist kein Zufall, wie Kerkeling betont.

Entertainer und Komiker Hape Kerkeling bleibt trotz seines Austritts mit 16 Jahren offen für die katholische Kirche. "Ich bin gelernter Katholik", sagte Kerkeling in einem am Donnerstag veröffentlichten Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Allerdings habe er seit seinem Austritt keinen Grund erkannt, diesen Schritt wieder rückgängig zu machen.

"Auch wenn ich getauft bin, zur Erstkommunion gegangen bin, gefirmt bin - und auch die letzte Ölung will ich nicht ausschließen - glaube ich nicht, dass ich nochmals eintrete", so der Entertainer: "Die katholische Kirche glaubt, dass ich mich ändere - allerdings bin ich es, der hofft, dass sich die katholische Kirche verändert."

Kerkeling äußerte sich kurz vor dem Start seines neuen Kinofilms "Horst Schlämmer sucht das Glück". Darin hat auch der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki einen Gastauftritt.

"Es war ja klar, dass, wenn man einen Film über das Glück dreht und Horst Schlämmer als Rheinländer durch diesen Film führt, auch die Frage nach dem Glauben auftaucht", erläuterte Kerkeling die Wahl der Filmemacher: "Und da der verantwortliche Bischof der Kardinal Woelki ist, lag es nahe, seine Eminenz zu einem Interview zu bitten. Ich war überrascht: Aber er hat's gemacht, ich glaube sogar, er hat es gerne gemacht."

Auf die Frage, in welcher Weise die Kirche die Atmosphäre im Rheinland und speziell in Köln prägt, antwortet Kerkeling: "Die Art und Weise, wie in Köln der katholische Glaube verankert ist, ist nicht das Ungesündeste - und könnte ein gutes Beispiel für die Weltkirche sein." Das werde trotz der Kirchenaustrittszahlen nicht von heute auf morgen verschwinden. "Die Menschen treten ja nicht aus der Kirche aus, weil sie nicht mehr an den lieben Gott glauben, sondern weil sie nicht mehr an seine Vertreter glauben."