Studie: Diskriminierung schlecht für die Gesundheit
Diskriminierung bleibt nicht ohne Folgen: Laut einer neuen Untersuchung sind gesundheitliche Beschwerden bei stark betroffenen Personen teils doppelt so häufig.
Berlin (KNA) Je mehr Diskriminierung Menschen erleben, umso stärker leidet nach Erkenntnissen des Robert-Koch-Instituts (RKI) ihre Gesundheit. Bei Personen, die besonders oft und aus mehreren Gründen zugleich Diskriminierung erfahren, sind gesundheitliche Probleme teils doppelt so häufig wie bei Personen ohne solche Erfahrungen, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Studie. Grundlage der im "Journal of Health Monitoring" des RKI publizierten Ergebnisse ist eine bundesweite repräsentative Umfrage von 2024 unter mehr als 26.000 Personen.
Demnach erleben mehr als zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland selten oder manchmal Diskriminierung im Alltag; über 12 Prozent gaben an, oft oder sehr oft entsprechende Erfahrungen zu machen. Besonders betroffen sind den Angaben zufolge Menschen mit niedrigem Einkommen, Erwerbslose, Trans- beziehungsweise genderdiverse Personen, junge Erwachsene sowie Menschen mit Migrationsgeschichte.
