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Katholische Kirche verliert 307.117 Mitglieder - 2.269 Eintritte

Die katholische Kirche in Deutschland hat im vergangenen Jahr erneut Mitglieder in sechsstelliger Höhe verloren - aber weniger als 2024. Bei den Eintritten gab es ein Plus. Was der Vorsitzende der Bischofskonferenz sagt.

Aus der katholischen Kirche in Deutschland sind im vergangenen Jahr 307.117 Menschen ausgetreten. Das geht aus der am Montag in Bonn vorgelegten Statistik der Deutschen Bischofskonferenz nach vorläufigen Zahlen hervor. Im Jahr 2024 hatte die katholische Kirche 321.659 Mitglieder verloren. 2025 traten - erneut mit einem leichten Anstieg - 2.269 Menschen in die katholische Kirche ein (2024: 1.839), 5.443 Personen wurden wieder aufgenommen (2024: 4.743).

Demnach hat die katholische Kirche rund 19,2 Millionen Mitglieder, das sind 23 Prozent der Gesamtbevölkerung. Den bisherigen Höchstwert an Austritten verzeichnete die Statistik für das Jahr 2022. Damals verließen mehr als 520.000 Katholikinnen und Katholiken ihre Kirche.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, sprach mit Bedauern von einer hohen Zahl an Austritten. "Die Beweggründe sind unterschiedlich, und doch sage ich - weil wir eine Gemeinschaft von Gläubigen durch Taufe und Firmung sind -, dass uns jeder Kirchenaustritt schmerzt."

Der Hildesheimer Bischof dankte allen Ehrenamtlichen für ihre Arbeit. "Es sind rund 600.000, die dafür sorgen, dass Kirche mit ihren vielfältigen Angeboten überhaupt erst in der Gesellschaft ermöglicht wird. Trotz aller Umbrüche ermutige ich dazu, dass wir den Kopf nicht in den Sand stecken, sondern nach vorne schauen und gemeinsam - auch in ökumenischer Verbundenheit - nach Wegen suchen, wie Christsein heute in der Gesellschaft zu größerer Akzeptanz führen kann."