Senioren, Kinder, Schwangere - 1.100 Deutsche aus Nahost geholt
Mit dem Kriegsgeschehen im Iran und den Nachbarländern haben zahlreiche Deutsche bei der Bundesregierung Hilfe erbeten. Diese organisierte Rückflüge, zuerst für besonders gefährdete Gruppen. Der letzte davon kam nun an.
Berlin (KNA) In sechs Sonderflügen hat die Bundesregierung etwa 1.100 besonders vulnerable deutsche Staatsbürger und deren engste Angehörige aus der Kriegsregion im Nahen Osten ausgeflogen. Ein Sprecher des Außenamts erklärte am Freitag, es sei am Donnerstag voraussichtlich der letzte Sonderflug gewesen; dieser sei aber bereits nicht vollständig ausgelastet gewesen.
Die Bundesregierung hatte nach Beginn der Kriegshandlungen Flüge aus Maskat, der Hauptstadt des Oman, sowie später aus der saudi-arabischen Hauptstadt Riad organisiert. Zunächst sollten vor allem Senioren, Kranke, Schwache, Schwangere und Kinder nach Deutschland geholt werden. Weiterhin, so der Sprecher des Außenamts, seien eigenständige Ausreisen weiter möglich. Bei kommerziellen Flügen sei die Zahl und Verfügbarkeit kontinuierlich gestiegen. Es gebe täglich zahlreiche Flüge aus der Region nach Deutschland.
Anfang März hatte das Auswärtige Amt von rund 30.000 deutschen Staatsbürgern in der Golfregion gesprochen. Wie viele noch vor Ort seien, sei schwer nachvollziehbar, erklärte der Außenamtssprecher. Es gebe keine Meldepflicht und Personen, die auf der Meldeliste des Auswärtigen Amtes stünden, trügen sich nicht immer aus bei Rückkehr nach Deutschland.
