Judaist Christian Rutishauser erhält Buber-Rosenzweig-Medaille
Preis für Verständigung: Die Buber-Rosenzweig-Medaille würdigt Verdienste für den Einsatz zwischen Religionen. In Köln steht diesmal der Jesuit Christian Rutishauser im Mittelpunkt.
Köln (KNA) Der Judaist Christian Rutishauser hat die Buber-Rosenzweig-Medaille erhalten. Die undotierte Auszeichnung wird für Verdienste um Verständigung im interreligiösen Kontext verliehen. In seiner Laudatio würdigte Christoph Markschies, Präsident der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften, den christlich-jüdischen Einsatz des Schweizer Jesuiten.
Bei der Preisverleihung im Gürzenich in Köln sprachen der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Marcel Wüst (CDU), und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) ein Grußwort. Sie betonten die Bedeutung des christlich-jüdischen Dialogs in Anwesenheit des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki, der Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Kirsten Fehrs, und des Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden, Abraham Lehrer.
Frühere Träger der Medaille sind unter anderen die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Schriftsteller Navid Kermani und der Sportverband Makkabi Deutschland. 2025 wurden der Historiker Meron Mendel und die Politologin Saba-Nur Cheema ausgezeichnet. Der Preis ist nach den jüdischen Philosophen Martin Buber (1878-1965) und Franz Rosenzweig (1886-1929) benannt. Verantwortlich ist der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.
