Vatikan gründet internationales Netzwerk für Nachhaltigkeit
Spätestens seit der Umweltenzyklika von Papst Franziskus steht das Thema Nachhaltigkeit weit oben auf der Agenda des Vatikans. Nun soll eine Globale Allianz ganz konkrete Schritte für den Klimaschutz entwickeln.
Vatikanstadt/Castel Gandolfo (KNA) Der Vatikan holt sich beim Thema Nachhaltigkeit wissenschaftliche Expertise aus aller Welt ins Boot: Kommende Woche (9./10. März) wird in den Päpstlichen Gärten von Castel Gandolfo eine Globale Allianz für Integrale Ökologie gegründet, wie der Vatikan am Freitag ankündigte. Träger des internationalen Netzwerks für Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind das Päpstliche Bildungszentrum "Laudato Si" in Castel Gandolfo und die katholische Universität Notre Dame (US-Bundesstaat Indiana).
Bei der zweitägigen Auftaktveranstaltung sind mehr als 60 Universitäten aus Europa, Asien, Amerika und Afrika sowie Führungskräfte internationaler Organisationen vertreten, hieß es. Ziel der Globalen Allianz sei, konkrete Schritte für den Klimaschutz zu entwickeln. Richtschnur sei die 2015 veröffentlichte Umweltenzyklika "Laudato si" von Papst Franziskus (2013-2025) und die Soziallehre der Kirche.
Zu den erwarteten Ergebnissen gehören die Einrichtung thematischer Arbeitsgruppen zur Entwicklung von Forschungsagenden und Bildungsangeboten sowie die Stärkung der katholischen Präsenz und ihres Beitrags zum internationalen Nachhaltigkeitsdialog, so der Vatikan. Durch die Verbindung von Glaube, Wissenschaft und sozialer Gerechtigkeit sollen Umweltzerstörung und ökologische Ungleichheit bekämpft werden.
"Die Globale Allianz ist als gemeinsamer Weg der Hoffnung entstanden, der Wissenschaft, Gemeinschaften und Glauben zusammenbringt, um die Schöpfung zu bewahren", sagte Kardinal Fabio Baggio, Generaldirektor des "Laudato Si"-Zentrums und Mitgründer der Allianz. "Sie will die Schwächsten schützen und gemeinsam eine nachhaltige und gerechte Zukunft gestalten, die jeden Menschen achtet."
