Für Moderator Beisenherz war fleißig sein immer selbstverständlich
Zeitungen austragen oder Kinder betreuen - das sind klassische Jobs für Schülerinnen und Schüler. Micky Beisenherz verdiente als 15-Jähriger Geld auf dem Bau, indem er alte Badewannen "rauskloppte".
München (KNA) Micky Beisenherz (48), aus dem Ruhrpott stammender Moderator, ist als Jugendlicher in den Ferien immer arbeiten gegangen. "Unsere Familie war geprägt vom sozial-demokratischen Aufstiegsversprechen, das für viele heute nicht mehr gilt: Wenn du fleißig bist, kannst du dir was leisten", sagte Beisenherz der "Süddeutschen Zeitung". Deshalb sei für ihn als Kind zwar nicht klar gewesen, was er mache. "Aber es war völlig klar, dass ich was mache."
Der Sohn eines Klempners war nach eigenen Worten ab dem 15. Lebensjahr auf dem Bau im Einsatz: "Ich hab' alte Badewannen rausgekloppt und Gussrohre rumgeschleppt und so." Er habe das gemacht, "weil ich wahrscheinlich schief angeschaut worden wäre, wenn ich das im Gegensatz zu vielen Mitschülern nicht gemacht hätte."
Auf die Frage, ob es einen Punkt des Reichtums gebe, an dem er aufhören würde zu arbeiten, antwortete er: "Da kommt mir der Geltungsdrang dazwischen. Also das wird nichts!" Das wahre Ziel im Berufsleben ist seiner Ansicht nach auch weniger das Geld, "sondern die Freiheit, sich aussuchen zu können, welchen Job man mit wem macht, also, die Anzahl an Idioten zu minimieren".
Beisenherz moderiert unter anderem regelmäßig die WDR-Talkshow "Kölner Treff" und macht den Podcast "Apokalypse & Filterkaffee".
