Umfrage: Impfmythen und Nebenwirkungen werden oft überschätzt
Das Robert Koch-Institut hat sich die Einstellung von Menschen in Deutschland gegenüber Impfungen angesehen. Grundsätzlich ist diese positiv, aber es gibt Unsicherheiten bei Impfmythen.
Berlin (KNA) Impfnebenwirkungen werden einer Befragung zufolge oft überschätzt. Das geht aus einer Online-Erhebung des Robert Koch-Instituts in Berlin hervor. Demnach wissen die meisten der rund 5.000 befragten Personen ab 18 Jahren Grundlegendes über die Wirksamkeit von Impfungen. Bei gängigen Impfmythen oder etwaigen Nebenwirkungen gebe es aber Unsicherheiten, so das Ergebnis der Umfrage.
Die Mehrheit der Befragten schätzt demnach das Risiko von Infektionskrankheiten als hoch ein und sieht zugleich geringe persönliche Hürden für eine Impfung. Die Entscheidung pro Impfung wird von der Mehrheit der Befragten auch aus Verantwortung gegenüber den Mitmenschen getroffen.
Geht es jedoch um Impfmythen, wie einen möglichen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus oder Allergien, ist die Hälfte der Befragten eher unsicher. Die impfbezogene Gesundheitskompetenz der Allgemeinbevölkerung ist laut RKI eher niedrig.
Bei Menschen mit einer konkreten Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission (Stiko), etwa aufgrund des Alters oder Vorerkrankungen, gibt es vergleichsweise hohen Zuspruch für die Grippeimpfung, während nur sehr wenige sich - wie empfohlen - gegen Corona impfen lassen.
Basis der Befragung ist das RKI-Panel "Gesundheit in Deutschland". Für das Panel werden Menschen aus Deutschland über eine Befragungsplattform wiederholt zu verschiedenen Themen rund um ihre Gesundheit befragt. Teilnehmen können aus statistischen Gründen derzeit ausschließlich Menschen, die nach einem Zufallsprinzip eingeladen werden. Insgesamt sind rund 47.000 Bürger ab 16 Jahren dort registriert.
