Jüngere Menschen sterben seltener an Krebs als 20 Jahre zuvor
Zum Weltkrebstag gibt es eine gute Nachricht: Neue Behandlungsmethoden, bessere Früherkennung und mehr Vorsorge haben für ganze Generationen das Todesrisiko gesenkt. Warum letztlich dennoch mehr Menschen an Krebs sterben.
Wiesbaden (KNA) Das Risiko eines Krebstodes ist für Menschen jüngeren und mittleren Alters in Deutschland deutlich niedriger als vor 20 Jahren. Rechnet man die Überalterung der deutschen Gesellschaft heraus, kamen im Jahr 2024 auf 100.000 Menschen 273,5 Krebstote, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. 20 Jahre zuvor waren es noch 322,4 gewesen, so die Behörde zum Weltkrebstag am Mittwoch.
"Ursachen für den Rückgang der Sterblichkeit dürften verbesserte Behandlungsmethoden, Möglichkeiten zur Früherkennung und Prävention sein", so das Bundesamt. Bei den 25- bis 29-Jährigen sank die Zahl der tödlichen Krebserkrankungen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner innerhalb von zwei Jahrzehnten von 5,9 auf 4,1. Bei den 40- bis 44-Jährigen ging die Zahl von 43,1 auf 29,9 zurück. Bei den 45- bis 49-Jährigen war der Rückgang besonders ausgeprägt: Der Wert lag zuletzt bei 54,0 statt einstmals 92,4.
Die Sterblichkeit aufgrund von Krebs sei in nahezu allen Altersgruppen zurückgegangen, so die Statistiker. "Eine Ausnahme bildeten die 5- bis 9-Jährigen, bei denen es 2024 mit 2,4 Krebstoten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner geringfügig mehr gab als 2004 mit 2,2 Fällen". Auch bei den Personen ab 90 Jahren war die Zahl der Sterbefälle aufgrund von Krebs höher.
Wegen des wachsenden Anteils der Alten und Hochbetagten an der Gesellschaft stieg den Angaben zufolge auch die Gesamtzahl der Krebstoten: 2024 starben 230.400 Menschen in Deutschland daran - 10,1 Prozent mehr als im Jahr 2004 (209.300).
