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Meldung

Weltälteste Klosterbrauerei vor Übernahme - Bischof: Wirtschaftsnöte

Sie kann auf eine bald 1.000 Jahre alte Tradition zurückblicken: Damit ist die Klosterbrauerei Weltenburg aus Niederbayern die wohl älteste ihrer Art auf der Erde. Nun steht sie vor einem großen Umbruch.

Die nach eigener Aussage älteste Klosterbrauerei der Welt im niederbayerischen Weltenburg wird Medienberichten vom Wochenende zufolge übernommen werden. Demnach wird die im nahe gelegenen Kelheim ansässige Familienbrauerei Schneider Weisse 2027 die Markenrechte an Bischofshof und Weltenburger übernehmen. Die Regensburger Brauerei Bischofshof mit derzeit 56 Mitarbeitern, zu der Weltenburger gehört, werde Ende 2026 geschlossen. Erhalten werden solle aber die kleine Braustätte im Kloster Weltenburg, einer Benediktinerabtei. Am dortigen Donaudurchbruch wird seit dem Jahr 1050 Bier gebraut.

Auf die Neuordnung hat sich das Bistum Regensburg als Eigentümer von Bischofshof und Weltenburger mit Schneider Weisse geeinigt, wie es hieß. Angaben zum Kaufpreis gab es nicht. Die Mediengruppe Bayern berichtete, die Brauerei habe schon seit Jahren rote Zahlen geschrieben. Das Bistum Regensburg habe Geld zuschießen müssen, um die Brauerei zu stabilisieren.

"Neben dem Traditionsaspekt ist für uns ganz zentral, dass wir durch den Erhalt der Braustätte im Kloster Weltenburg sowie der Logistikabteilung von Bischofshof zumindest einen Teil der Arbeitsplätze direkt in der Region halten können", zitierte die Mediengruppe den Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer. Und weiter: "Natürlich wäre es uns allen noch lieber, wenn wir auch den Standort Regensburg weiterführen könnten. Dafür fehlt jedoch jede wirtschaftliche Grundlage."

Er habe aber "großes Vertrauen, dass wir für die dortigen Mitarbeiter gemeinsam mit dem Betriebsrat trotzdem gute sozialverträgliche Lösungen finden werden", ergänzte der Bischof. Zur Übernahme durch Schneider Weisse sagte Voderholzer, dass die "jetzt gefundene Lösung unserer Idealvorstellung am nächsten" komme.