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Meldung

Hilfswerk: Weiterhin keine Perspektive für Syrien-Rückkehrer

Der Winter hat das gebeutelte Syrien fest im Griff. Den Menschen vor Ort mangelt es nach Helferangaben an allem. Ist eine Rückkehr von Vertriebenen in diesem Szenario ratsam?

Das Hilfswerk Care warnt vor einer vorschnellen Rückkehr von Syrern in vom Krieg versehrte Regionen ihrer Heimat. Anhaltende Gewalt, massive Zerstörung und humanitäre Not seien in vielen Landesteilen weiterhin eine massive Herausforderung, erklärte die Organisation am Mittwoch. "In vielen Teilen des Landes gibt es keine intakte Infrastruktur, keine funktionierenden Gesundheitsdienste und damit noch lange keine sicheren Rahmenbedingungen für eine Rückkehr."

Besonders rund um die Metropole Aleppo im Nordosten des Landes habe sich die humanitäre Situation zuletzt noch verschärft. Grund sind Kämpfe von Regierungstruppen und der kurdisch geführten "Syrian Democratic Forces" um die Vorherrschaft in der Stadt. Dadurch seien rund 30.000 Familien erneut vertrieben worden und müssten nun bei winterlichen Temperaturen Schutz suchen. Dabei fehle es an Wohnraum, Brennmaterial und Nahrung, so Care. Das Hilfswerk appelliert an die Bundesregierung, die Menschen in Syrien weiter zu unterstützen.

Care ist nach eigenen Angaben seit 2013 in Syrien tätig. Laut der Organisation sind auch ein Jahr nach dem Sturz des Assad-Regimes noch rund 16,5 Millionen Syrer - etwa zwei Drittel der Bevölkerung - auf humanitäre Hilfe angewiesen.