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Meldung

Care: 2019 bisher weltweit 57 Helfer bei ihrer Arbeit getötet

Sie riskieren ihr Leben, um anderen Menschen zu helfen. Die Organisation Care veröffentlicht eine Rangliste mit den gefährlichsten Orten der Welt für Helfer.

Weltweit sind nach Angaben der Hilfsorganisation Care seit Jahresbeginn 57 Helfer bei ihrer Arbeit getötet worden. Allein 18 von ihnen starben bei Hilfseinsätzen in Syrien, wie Care in Bonn zum Welttag für humanitäre Hilfe mitteilte. Damit sei Syrien zum dritten Mal in Folge für humanitäre Helfer der "tödlichste Ort der Welt". Afghanistan, Jemen, die Zentralafrikanische Republik und die Demokratische Republik Kongo zählten ebenfalls zu den gefährlichsten Ländern für die Arbeit von Hilfsorganisationen. Die Zahlen ermittelte Care den Angaben zufolge aus dem Projekt Aid Worker Security Database.

Vor allem einheimisches Personal werde immer öfter zur Zielscheibe von Gewalt, so Care unter Verweis auf einen neuen Bericht der Organisation Humanitarian Outcomes. Demnach wurden in den vergangenen zehn Jahren 359 Nothelferinnen im Einsatz getötet. Für Frauen bestehe ein "ungleich höheres Risiko" für sexualisierte Gewalt.

"Viele humanitäre Helfer riskieren ihr Leben, um Menschen in Not zu helfen", betonte Care-Nothelferin Jennifer Bose. Sie erinnerte daran, dass es auch im Krieg Regeln gebe, "und dazu gehört der Schutz von Zivilisten und Nothelfern." Bose erklärte: "Alle Konfliktparteien, sei es im Jemen oder in Syrien, müssen sicherstellen, dass unsere Expertinnen und Experten uneingeschränkten Zugang zu Menschen in Not erhalten und nicht selbst zum Angriffsziel werden."