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Bistum Fulda stolz auf Bonifatius-Ampelmännchen

Es gibt neue Ampelmännchen: In Fulda zeigt ein Heiliger an, ob man gehen darf oder stehenbleiben soll.

Das Bistum Fulda zeigt sich stolz auf die Installation von Bonifatius-Ampelmännchen in der Stadt. "Unser Bonifatius als Ampelmännchen in Fulda. Eine tolle Idee zum Fuldaer Stadtjubiläum", schrieb das Bistum auf Facebook. Die "Fuldaer Zeitung" hatte berichtet, dass die Stadt nahe dem Dom an einer Kreuzung Ampelmännchen montiert hat, die der Gestalt des Bonifatius ähneln sollen. Bei Rot hält der Ampelmann warnend ein Kreuz in die Höhe - was an das Bonifatiusdenkmal in Fulda erinnert. Bei Grün läuft Bonifatius mit seinem Bischofsstab los. Die Stadt feiert in diesem Jahr ihr 1275-jähriges Stadtjubiläum.

Der heilige Bonifatius (um 673-754) steht am Beginn des Christentums hierzulande und wird als "Apostel der Deutschen" verehrt. Mit etwa 40 Jahren war der aus England stammende Benediktinermönch Wynfreth, wie Bonifatius ursprünglich hieß, aufs europäische Festland gezogen. Sein Ziel: Missionierung im damaligen Frankenreich auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Von Papst Gregor II. hatte er 719 den Missionsauftrag für Germanien und den Namen Bonifatius erhalten, 722 wurde er zum Missionsbischof geweiht, 732 von Gregor III. zum Erzbischof ernannt.

744 hatte Bonifatius an dem Ort, aus dem später die Stadt Fulda erwuchs, ein Kloster gründen lassen. 754 wurde er bei einer Missionsreise in Friesland getötet. Das Kloster Fulda wurde zu einem kulturellen Zentrum Germaniens und war das Lieblingskloster des Bonifatius, in dem er schließlich auf eigenen Wunsch bestattet wurde. In der Krypta des Doms sind die sterblichen Überreste beigesetzt.