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Meldung

Unicef: Tausende Kinder wegen Ebola-Krise im Kongo ohne Eltern

Die Leidtragenden der Ebola-Epidemie im Kongo sind vor allem Kinder. Viele haben wegen der verheerenden Auswirkungen der Infektionskrankheit ihre Eltern verloren.

Im Kongo sind wegen der Ebola-Krise im Osten des Landes Tausende Kinder auf sich allein gestellt. Nach Angaben des Hilfswerks Unicef wurden seit Ausbruch der Epidemie in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri vor einem Jahr 1.380 Waisenkinder registriert. Zur selben Zeit seien weitere 2.469 Kinder wegen der durch die Epidemie ausgelösten Wirren von ihren Eltern oder Erziehern getrennt worden.

"Diese Krankheit ist vor allem für die Kinder grauenvoll", sagte Unicef-Experte Pierre Ferry. "Sie müssen mitansehen, wie ihre Eltern sterben oder wie wichtige Bezugspersonen in die Ebola-Behandlungszentren gebracht werden. Dabei ist unklar, ob und wann die Infizierten zurückkehren."

Der aktuelle Ebola-Ausbruch gilt als der zweitgrößte nach dem Ausbruch 2014 in Westafrika. Bislang starben allein im Kongo fast 2.000 Menschen. Zuletzt gab es auch Todesfälle im Nachbarland Uganda. Die Weltgesundheitsorganisation rief Mitte Juli den Notstand aus.