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Orden in Deutschland starten "Freiwilliges Ordensjahr"

Ein "Freiwilliges Ordensjahr" soll jungen Leuten die Möglichkeit geben, das Ordensleben näher kennenzulernen. Was hinter der Idee steckt und was nicht, wurde jetzt bekanntgegeben.

Die katholischen Orden in Deutschland bietet künftig die Möglichkeit eines "Freiwilligen Ordensjahres". "Es geht uns darum, die Möglichkeit zu geben, ins Ordensleben einzutauchen", sagte Projektkoordinatorin Schwester Maria Stadler in Köln.

Bei dem Projekt der Ordensobernkonferenz können Interessierte zwischen drei und zwölf Monate lang in einer von 28 teilnehmenden Ordensgemeinschaften mitleben und -arbeiten. Beteiligt sind 3 Männer- und 25 Frauengemeinschaften in ganz Deutschland. Über die am Donnerstag freigeschaltete Website hätten sich bereits erste Interessenten gemeldet.

Bewerber sollen den Angaben zufolge im Gespräch mit Stadler herausfinden, ob das Angebot zu ihnen passt und welche Gemeinschaft die richtige für sie ist. Das Angebot richte sich an Katholiken, aber auch Protestanten. Ebenso sei eine Teilnahme Konfessionsloser nach Absprache möglich.

Das Format sei für Menschen gedacht, die nicht endgültig ins Kloster wollten, erläuterte der Zisterzienserprior und stellvertretende Vorsitzende der DOK, Pater Bruno Robeck. "Wir wollen damit eine neue Form der Teilhabe anbieten." Neue Mitglieder zu gewinnen, sei dabei nicht das vordergründige Ziel der Aktion. Stattdessen könnten die Mitbewohner auf Zeit eine "neue Dynamik" in die Ordensgemeinschaft bringen und bereichernd für sie sein.

Das Freiwillige Ordensjahr bietet unterschiedliche Angebote für vier verschiedene Altersgruppen, wie es hieß: So könne ein Projekt Schul- oder Universitätsabsolventen Impulse für den weiteren Lebensweg geben, während Berufseinsteiger ihren Alltag reflektieren könnten. Für Menschen in der Lebensmitte biete das Projekt die Möglichkeit, das Leben etwa bei Schicksalsschlägen zu überdenken. Auch Rentner könnten am Übergang zwischen Berufsleben und Rente neue Perspektiven gewinnen.