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Erzbischof Schick warnt nach Doping-Razzia vor Körperoptimierung

Tonnenweise Dopingpräparate sind jüngst bei der größten internationalen Anti-Doping-Razzia beschlagnahmt worden. Erzbischof Schick lässt das nicht kalt.

Die größte internationale Anti-Doping-Razzia lässt auch den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick nicht kalt. Als "überzeugten Sportler" habe ihn die Verbreitung gefährlicher Präparate erschreckt, schrieb der passionierte Jogger auf seiner Facebook-Seite am Mittwoch. "Mich selbst lieben, wie ich bin und mich deshalb gesund und fit halten ist christliche Tugend!" Dem diene auch der Sport, der aber nicht zur Optimierung und Performance des Körpers mit Hilfe von Doping missbraucht werden dürfe. Mit der Gottes- und Nächstenliebe drohe derzeit wohl auch die Selbstliebe verloren zu gehen, zeigte sich Schick besorgt.

Bei der Razzia waren laut Europol am Dienstag in 33 Ländern tonnenweise Dopingpräparate beschlagnahmt worden, darunter Anabolika und gefälschte Medikamente. Nach ersten Angaben der Ermittler richtete sich die "Operation Viribus" vor allem gegen Freizeitsportler. Allein in Deutschland wurden mehr als 400 Verfahren eingeleitet.