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Thierse will mehr Senioren in der Politik

Überall Rufe nach Verjüngung, etwa in Politik und Wirtschaft. Ein "falscher Jugendkult", kritisiert Ex-Bundestagspräsident Thierse. Und der 74-Jährige sagt auch, was er sich stattdessen im Parlament wünscht.

Der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse kritisiert einen "falschen Jugendkult" und wünscht sich mehr Senioren in der Politik. Im Bundestag seien die über 65-Jährigen unterrepräsentiert, sagte der SPD-Politiker der "Heilbronner Stimme" (Samstag). Auch steige der Altersschnitt der Bevölkerung in Deutschland. "Wer in der Politik Verantwortung übernimmt, sollte über ein beträchtliches Quantum beruflicher und sozialer Erfahrung vorweisen können", fügte der 74-Jährige hinzu.

Weiter sagte Thierse, der Ruf nach mehr Jugendlichkeit sei modisch geworden. Kompetentes und überzeugungsstarkes Personal werde benötigt. Und wörtlich: "Wenn es dafür junge Leute gibt, warum nicht? Aber Jugend alleine ist noch kein Verdienst; der Jüngere muss nicht auch der Bessere sein."