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Katholische Bischöfe fordern Fortschritte bei Weltklimakonferenz

In Bonn geht die Weltklimakonferenz in die heiße Phase. Auch die Bischöfe verfolgen die Debatten.

Mit Blick auf die entscheidende Phase des Weltklimagipfels fordert die katholische Kirche in Deutschland klare Schritte zu einer Verringerung der Treibhaus-Emissionen. Die Weltgemeinschaft dürfe nicht länger auf Zeit spielen, sondern müsse beherzt handeln, erklärte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in Bonn. Er appellierte an die Industrieländer, auch Maßnahmen zu finanzieren, die "zur Eindämmung der durch den Klimawandel bedingten Schäden und Verluste in ärmeren Ländern notwendig sind".

"Weder bei den Koalitionsverhandlungen in Berlin noch bei den Weltklimaverhandlungen in Bonn dürfen Partikularinteressen einseitig im Vordergrund stehen", fügte Marx hinzu. "Es geht um nichts weniger als um das Weltgemeinwohl, das durch den ungehemmten CO2-Ausstoß gefährdet ist."

Marx erinnerte in diesem Zusammenhang an die Enzyklika "Laudato si", in der Papst Franziskus gefordert habe, dass "die wirtschaftlichen und sozialen Kosten für die Benutzung der allgemeinen Umweltressourcen offen dargelegt sowie von den Nutznießern voll getragen werden müssen und nicht von anderen Völkern oder zukünftigen Generationen".

Zu der seit dem 6. November tagenden Weltklimakonferenz in Bonn werden ab Mittwoch Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt erwartet. Ziel ist, für das 2015 in Paris beschlossene Klimaabkommen ein Regelwerk zu erarbeiten, das die Überprüfung der Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ermöglicht.