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Merkel: Bis zu 50 Millionen Euro für Flüchtlinge in Libyen

Bei einem Treffen mit UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi hat die Bundeskanzlerin den Ausbau der Flüchtlingshilfe in Aussicht gestellt. Eine höhere Aufnahme von Schutzsuchenden knüpfte sie an Bedingungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bis zu 50 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe in Libyen in Aussicht gestellt. Merkel äußerte sich am Freitag in Berlin nach Gesprächen mit UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi und IOM-Generaldirektor William Lacy Swing über die Situation der Flüchtlinge im Mittelmeerraum und Nordafrika. Grandi bat darum, die Zahl an Schutzsuchenden, die über Resettlementprogramme dauerhaft in der EU aufgenommen werden sollen, von derzeit 20.000 auf 40.000 pro Jahr zu erhöhen.

Merkel äußerte sich für Deutschland grundsätzlich dazu bereit, sofern es gelinge, die illegale Migration über das Mittelmeer in den Griff zu bekommen. Als Vorbild für eine langfristige Lösung nannte sie das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei. Dazu müsse aber zunächst die Schaffung einer Einheitsregierung in Libyen unterstützt werden.