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Benediktbeuern: Neuer Klosterchef hofft auf Verstärkung

Der Fundamentaltheologe Lothar Bily (64) übernimmt ab 15. August die Leitung des Klosters der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. Im Interview spricht er über die Zukunft.

Er glaube an den Fortbestand seines Hauses, sagte Bily im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Zwar sei der Umgang mit der immer älter werdenden Gemeinschaft eine Herausforderung, sie sei aber nicht vom Aussterben bedroht. "Denn wir werden wohl wieder jüngere Verstärkung bekommen - aus anderen Salesianer-Gemeinschaften." Von denen dürften mittelfristig einige wegen Nachwuchsmangels schließen. Benediktbeuern als größtes deutsches Salesianerkloster könne dann Brüder aufnehmen.

Eine weitere Herausforderung für ihn sei die Umsetzung des Masterplans für sein Kloster, sagte Bily. Dieser Katalog mit rund 130 Maßnahmen war vor zwei Jahren aufgestellt worden, um die Einrichtung bis 2025 zukunftssicher weiterentwickeln zu können. Dabei stünden nun zwei große Bauprojekte an: Der Südflügel des Klosters werde voraussichtlich ab Sommer 2018 etwa drei Jahre lang neu hergerichtet, weswegen auch die Hauskapelle verlegt werden müsse. Außerdem solle 2018 auf dem Klostergelände der etwa ein Jahr dauernde Bau eines neuen Tagungshauses der Münchner Fraunhofer-Gesellschaft beginnen.

Darüber hinaus kündigte Bily an, das Profil des Klosters in Sachen Glaubens-, Kultur- und Schöpfungsvermittlung stärken zu wollen. "Wir leben ja mitten im Grünen in einer Anlage mit langer Chronik", sagte Bily. "Wir könnten also unsere Angebote wie etwa Historienführungen, Vogelbeobachtungen oder Moorexkursionen ausbauen, um unseren Besuchern Gottes Erde näherzubringen."

Bily übernimmt die Klosterleitung von Pater Reinhard Gesing (55), der zum neuen Provinzial des Salesianer-Ordens ernannt wurde. Bily war bisher Gesings Stellvertreter.