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Juncker will Türkei Weg nach Europa offen halten

Europas Hand bleibt ausgestreckt. EU-Kommissionspräsident Juncker will der Türkei die Tür weiterhin offenhalten. Er macht allerdings auch klar, dass die Einführung der Todesstrafe den Annäherungsprozess beenden würde.

Berlin (KNA) EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker will der Türkei weiter eine Tür nach Europa offen halten. "Ein Jahr nach dem Putschversuch bleibt Europas Hand ausgestreckt", schrieb Juncker in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Allerdings erwarte er, "dass auch die Türkei klar europäische Farbe bekennt und europäische Grundwerte nachdrücklich beherzigt".

"Wer der Europäischen Union beitreten will, der schließt sich einer Union der Werte an", präzisierte Juncker. "Mit einer solchen Union der Menschenrechte, der Pressefreiheit und der Rechtsstaatlichkeit ist es zum Beispiel in keiner Weise vereinbar, wenn Journalisten wie der 'Welt'-Korrespondent Deniz Yücel monatelang ohne Anklage in Einzelhaft sitzen." Sollte die Türkei die Todesstrafe einführen, würde die türkische Regierung die Tür zu einer EU-Mitgliedschaft "endgültig zuschlagen".

Der EU liege viel daran, dass der Nachbar Türkei demokratisch, stabil und wirtschaftlich erfolgreich sei, fügte der Kommissionspräsident hinzu. "Ich wünsche mir, dass die Türkei näher an Europa heranrückt statt sich von uns zu entfernen."