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NRW-Koalition will "knallharte Auseinandersetzung" mit Ditib

Die Absage der Ditib an die Demonstration gegen Terror könnte den Islamverband teuer zu stehen kommen. Die neue NRW-Regierung will die Zusammenarbeit auf den Prüfstand stellen. Und begründet das auch mit dem Boycott.

Essen (KNA) Die neue schwarz-gelbe Koalition in NRW will die Zusammenarbeit mit den muslimischen Organisationen auf den Prüfstand stellen. "Wir brauchen eine knallharte Auseinandersetzung mit den Verbänden, die bisher die Integrationspolitik gemacht haben", erklärte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim Stamp am Wochenende auf einer FDP-Regionalversammlung in Essen. Insbesondere mit dem Moscheeverband Ditib ("Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion") könne die bisherige Kooperation nicht fortgesetzt werden.

"Wir werden mit Ditib so nicht mehr weitermachen", sagte Stamp, der als Integrationsminister im Gespräch ist und für diesen Politikbereich FDP-Verhandlungsführer bei den Koalitionsverhandlungen war. Die neue Landesregierung werde nur den Dialog und die Zusammenarbeit mit solchen Verbänden suchen, "die die Interessen der Muslime tatsächlich vertreten", rief der FDP-Integrationsexperte unter langanhaltendem Beifall der 400 Teilnehmer aus. "Mit dieser Kaste von Funktionären ist keine vernünftige Integrationspolitik zu machen." Dies habe gerade erst der Ditib-Boykott bei der Kölner Demonstration der Muslime gegen den islamistischen Terror gezeigt.