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Meldung

Hunderttausenden Kindern im Südsudan droht Tod

Die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer warnt vor der Hungersnot im Südsudan, die durch den Bürgerkrieg verursacht ist. Vor allem Kinder sind durch Mangelernährung vom Hungertod bedroht.

München (KNA) Die SOS-Kinderdörfer schlagen Alarm. Die Hungersnot im Südsudan breite sich immer weiter aus, so dass Hunderttausenden von Kinder der Tod drohe, teilte die Hilfsorganisation in München mit. Bereits jetzt litten 4,9 Millionen Menschen an Hunger, das seien mehr als 40 Prozent der Bevölkerung in dem afrikanischen Land. Vor allem für Kinder werde ohne verstärkte Hilfe die Mangelernährung tödliche Folgen haben. Schätzungen zufolge sind mehr als eine Million akut bedroht. Schon jetzt seien über 250.000 unterernährt.

"Das Horrorszenario eines Massensterbens könnte Wirklichkeit werden", warnt der Projektkoordinator der SOS-Kinderdörfer im Südsudan, Alberto Fait. Das Land sei eigentlich sehr fruchtbar. Doch auch im Südsudan werde im seit 2013 herrschenden Bürgerkrieg Hunger als Waffe eingesetzt. Anbauflächen seien im großen Stil verwüstet, Bauern vertrieben worden. Hinzu komme die anhaltende Dürre. Im Südsudan leben laut Mitteilung 90 Prozent der Menschen von der Landwirtschaft. Wenn die Gewalt nicht abebbe, werde bald die Hälfte der Bevölkerung vom Hungertod bedroht sein, hieß es.