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Neuer Eremit für Saalfelden

Die Stelle als Eremit in der 350 Jahre alten Einsiedelei im österreichischen Saalfelden ist wieder besetzt. Die Klause in 1000 Metern Höhe bezieht ein Belgier, 50 Weitere hatten sich beworben.

Salzburg (KNA) Die mehr als 350 Jahre alte Einsiedelei im österreichischen Saalfelden nahe Salzburg bekommt einen neuen Bewohner. Ein 58-jähriger Belgier wird Ende April die Klause auf rund 1.000 Metern beziehen, wie die Gemeinde Saalfelden mitteilte Der pensionierte Vermessungstechniker und geweihte Diakon Stan Vanuytrecht aus der Nähe von Brüssel setzte sich demnach gegen mehr als 50 Bewerber durch. Er soll jeweils von April bis November für die zahlreichen Pilger da sein.

Die Einsiedelei ist eine der letzten bewohnten Eremitagen in Europa. Seit dem 16. Jahrhundert wird dort das Bildnis des Heiligen Georgs, des Schutzpatrons der Tiere, verehrt. Die natürliche Felshöhle wurde ab 1664 zu einer Kapelle und Klause ausgebaut und ist seit dem 17. Jahrhundert fast durchgehend bewohnt. In der Einsiedelei gibt keinen Strom und kein fließendes Wasser. Der frühere Eremit Thomas Fieglmüller blieb einen Sommer, sein Vorgänger, Bruder Raimund von der Thannen, bewohnte die Klause zwölf Jahre lang.