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Initiative beklagt Abtreibung von Down-Syndrom-Kindern

90 von 100 Kindern, bei denen durch einen vorgeburtlichen Test das Down-Syndrom festgestellt wurde, werden abgetrieben. Die Aktion Lebensrecht für Alle will, dass der Test nicht zur Kassenleistung wird.

Finnentrop (KNA) Die Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA) beklagt die Abtreibung von Kindern mit Down-Syndrom. 90 von 100 Kindern, bei denen vorgeburtlich das Down-Syndrom festgestellt wird, würden abgetrieben, kritisierte die ALfA-Vorsitzende Alexandra Linder im nordrhein-westfälischen Finnentrop.

Der "PraenaTest", mit dem das Down-Syndrom diagnostiziert werde, dürfe keine normale Kassenleistung werden, forderte Linder. Denn nur Tests, die der Heilung von Mutter und/oder Kind dienten, seien sinnvoll. Beim "PraenaTest" bleibe Eltern aber nur die Wahl zwischen Annahme des Kindes oder einer vorgeburtlichen Tötung, erklärte die ALfA-Vorsitzende zum Welt-Down-Syndrom-Tag am Dienstag.

Beim Down-Syndrom, das früher landläufig als Mongolismus bezeichnet wurde, liegt im Erbgut das 21. Chromosom dreifach statt zweifach vor. Mit der Anomalie einher gehen neben einer geistigen Behinderung oft auch organische Fehlbildungen wie etwa Herzfehler. Seit 2012 ist der Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März von den Vereinten Nationen anerkannt.