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BND-Chef: Gülen-Bewegung macht religiöse Bildung

Die Türkei macht weiterhin die Gülen-Bewegung für den Putschversuch im Sommer 2016 verantwortlich. Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes widerspricht - und schildert seine Sicht.

Hamburg (KNA) Mit Blick auf den niedergeschlagenen Putschversuch in der Türkei hat BND-Chef Bruno Kahl der Regierung in Ankara widersprochen. Es gebe keine Anzeichen, dass die Bewegung des Predigers Fethullah Gülen hinter dem Umsturzversuch stecke, sagte der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) dem "Spiegel" (Samstag). Er wandte sich gegen die von der dortigen Staatsführung propagierte Aussage, die Organisation sei eine islamisch-extremistische oder terroristische Bewegung. "Die Gülen-Bewegung ist eine zivile Vereinigung zur religiösen und säkularen Weiterbildung", betonte Kahl.

Die Gülen-Bewegung gilt in der Türkei als Staatsfeind. Vor allem Präsident Recep Tayyip Erdogan macht sie für den gescheiterten Putsch im Juli 2016 verantwortlich.