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Museen erinnern an 175. Geburtstag von Karl May

Karl May war lange Zeit ein vielgelesener Autor, dessen Bücher Generationen von Menschen prägten. Und ja, Winnetou und Old Shatterhand reiten noch heute über Leinwand und Theaterbühnen.

Radebeul/Hohenstein-Ernstthal (KNA) Das Karl-May-Museum in Radebeul und das Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal erinnern an den 175. Geburtstag des Schriftstellers. In Hohenstein-Ernstthal, wo der Autor am 25. Februar 1842 zur Welt kam, öffnet an seinem Geburtstag die Sonderausstellung "Stehaufmännchen Winnetou - Karl May und die literarischen Adaptionen". Das Karl-May-Museum in Radebeul lockt mit eigenen Kindermuseumsnächten und gewährt Besuchern am 25. Februar freien Eintritt mit Spezialführungen des Sammlungsleiters.

Bereits an diesem Samstag findet aus Anlass des Karl-May-Jubiläums das 28. "Ostdeutsche Winterpowwow" in Radebeul statt. Der Szenetreff von Indianistik-Freunden wird seit der Wendezeit immer Ende Februar mit Gästen aus ganz Europa an wechselnden Orten veranstaltet.

Karl May (1842-1912) gilt mit einer Gesamtauflagenhöhe von mehr als 200 Millionen Bänden in bislang 47 Sprachen als einer der meistübersetzten deutschsprachigen Autoren weltweit. Mit seinen Abenteuerromanen aus dem Wilden Westen oder dem Orient begeisterte er Generationen von jungen Lesern.

Zu seinen bekanntesten Figuren gehören neben dem Apachen-Häuptling Winnetou dessen Freund und Mays alter ego Old Shatterhand. Kritiker werfen dem Autor einen Hang zu Kitsch und Schwulst vor. Andererseits prägte Karl May - obwohl er die von ihm beschriebenen Gegenden erst nach seinen Erfolgen als Autor besuchen konnte - mit seinen Reiseerzählungen maßgeblich das Indianer- und Orientbild im deutschsprachigen Raum und förderte das Interesse an anderen Kulturen.

Das Geburtshaus von Karl May, das zeitweilig dem Volkseigenen Betrieb (VEB) Möbelstoff und Plüschwerke Hohenstein-Ernstthal gehörte, wurde 1983 zu einem Museum umgestaltet. Zusammen mit einer gegenüberliegenden Begegnungsstätte informiert das Karl-May-Haus über Leben und Werk des Schriftstellers. 2015 erfolgten grundlegende Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

Das Karl-May-Museum in Radebeul befindet sich an dem letzten Wohnsitz von May, der "Villa Shatterhand". Dorthin kommen jährlich etwa 55.000 Besucher. Für eine geplante Erweiterung und Neugestaltung sammelt das Museum derzeit Spenden mit einer eigenen Kampagne unter www.werde-blutsbruder.de.