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Das gestohlene Borghorster Stiftskreuz ist wieder da

Es ist ein großartiges Zeugnis sakraler Kunst und - es ist wieder da. Diese sehr erfreuliche Nachricht konnte der Münsteraner Bischof überbringen und bei dieser Gelegenheit das Kreuz wieder zeigen.

Münster (KNA) Große Erleichterung in Westfalen: Das vor mehr als drei Jahren gestohlene Borghorster Stiftskreuz ist wieder aufgetaucht. Münsters Bischof Felix Genn präsentierte sichtlich erfreut bei einem Pressegespräch das auf mehrere Million Euro geschätzte Kunstwerk.

Das Kreuz ist oberflächlich betrachtet intakt, nur der moderne Plexiglas-Fuß fehlt. Es soll aber noch einer eingehenden Überprüfung unterzogen werden, wie es hieß.

Auch das Landgericht Münster will am Vormittag eine Stellungnahme abgeben, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt dem WDR sagte. Wegen des Raubes hatte das Gericht Münster 2015 drei Männer aus Bremen zu Freiheitsstrafen zwischen viereinhalb bis fünf Jahren verurteilt. Ein weiterer Mann muss sich ab 8. März vor dem Landgericht verantworten; der mutmaßliche Auftraggeber wurde vor fünf Monaten festgenommen. Die Männer gehören zu einer mafiaähnlich organisierten libanesisch-arabischen Großfamilie in Bremen.

Die etwa 40 Zentimeter große Arbeit aus Gold und Edelsteinen war am 29. Oktober 2013 aus der Nikomedes-Kirche in dem westfälischen Ort Steinfurt-Borghorst gestohlen worden. Die Diebe brachen eine diebstahlgesicherte Vitrine auf und entwendeten das Kreuz, das als Zeugnis sakraler Kunst aus der Salierzeit gilt.