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Meldung

UN prüft Menschenrechtslage in Deutschland

Eine Delegation der Vereinten Nationen will in Deutschland Informationen über Rassismus mit Blick auf afrikanische Flüchtlinge sammeln und dem UN-Menschenrechtsrat im Herbst vorlegen.

Genf (KNA) Eine Expertengruppe der Vereinten Nationen will untersuchen, inwieweit in Deutschland die Menschenrechte für Personen mit afrikanischer Abstammung gewahrt sind. Der "erste offizielle Besuch" der Arbeitsgruppe werde vom 20. bis 27. Februar stattfinden, kündigte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf an.

"Wir werden Informationen über jegliche Formen von Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Afrophobie und damit zusammenhängender Intoleranz sammeln", sagte der Leiter der Expertengruppe, Ricardo Sunga. Damit solle "die allgemeine Menschenrechtssituation von Personen mit afrikanischer Abstammung in Deutschland beurteilt" werden.

Die UN-Delegation werde nach Berlin, Dessau, Dresden, Frankfurt, Köln, Wiesbaden, Düsseldorf und Hamburg reisen, um Regierungsvertreter und Repräsentanten von Organisationen der Zivilgesellschaft zu treffen. Die Menschenrechtsexperten wollen sich auch über bereits ergriffenen Maßnahmen zum Schutz der Opfer von Rassismus und Hassverbrechen informieren, insbesondere mit Blick auf afrikanische Flüchtlinge. Die Arbeitsgruppe will dem UN-Menschenrechtsrat im September 2017 einen Bericht mit ihren Erkenntnissen und Empfehlungen vorlegen.